Mäuseplage in einer Kirche

Eine Mäuseplage ist, ganz gleich, wo sie vorkommt, niemals eine schöne Angelegenheit. Wenn die an sich recht kecken und süßen Tiere sich jedoch in einer Kirche einnisten, ist schnelle Abhilfe gefragt. Im Gegensatz zur allseits bekannten Redewendung sind Kirchenmäuse keinesfalls arm, zumindest nicht, wenn es um Freizeitgestaltung geht. Sie finden nicht nur die kleinsten Ritzen, sondern nagen, getreu ihrem Ruf, alles an, was sie finden.

Selbst Kerzen sind bei einer Mäuseplage nicht sicher; selbst in der Osterkerze finden sich die Abdrücke der kleinen Zähnchen, die übrig bleiben, wenn die Mäuschen probieren, ob man Wachs nicht essen kann. Die Osterkerze steht das ganze Jahr, und gläubige Christen werden es als glatten Frevel empfinden, wenn sich hier die Tiere zu schaffen machen.

Bis eine Mäuseplage entdeckt wird, kann es auch in einer Kirche einige Zeit dauern; schließlich halten sich nicht wirklich regelmäßig viele Menschen darin auf; Kirchen werden eigentlich nur zu den Gottesdiensten benutzt. Für die Mäuse ist die Ruhe in einem sakralen Bau gerade ideal, um sich zu vermehren. Wie schnell das geht, weiß jeder, der einmal Biologie Unterricht in der Schule hatte.

Sind in einer Kirche die ersten Spuren von Nagezähnen zu finden, ist die Mäuseplage meist schon vorhanden. Hier muss der Kammerjäger informiert werden, da nur ein kompetenter Fachmann weiß, wie er den Tieren zu Leibe rücken kann. Durch eine Kombination aus fallen und Gift, jedoch auch durch Gaseinsätze kann der Mäuseplage Abhilfe geschaffen werden, sodass auch die gesegneten Gegenstände in einer Kirche vor den Übergriffen der frechen Nager verschont bleiben.